Mit einem einstimmigen Votum aller Mitglieder des Planungsausschusses wurde der Antrag der SPD-Fraktion im Verband Region Rhein-Neckar zur regionalplanerischen Behandlung der Auswirkungen des Abzugs der US-Landstreitkräfte aus den Städten Mannheim, Heidelberg und Schwetzingen verabschiedet. Tenor des SPD-Antrages war die Forderung nach der Einrichtung eines Koordinationskreises aus Vertretern aller Bereiche, also auch der nicht direkt von dem Truppenabzug betroffenen Teile der Region, der die mit dem Abzug verbundenen regionalplanerischen Maßnahmen sowie deren Auswirkungen auf die gesamte Metropolregion zur Entscheidung in den zuständigen Gremien begleiten und vorberaten soll.
Zwar sah es eingangs aufgrund einer nicht ganz eindeutigen Formulierung in der Verwaltungsvorlage so aus, als ob in diesem Gremium, dessen Notwendigkeit und Installierung von keiner Seite in Frage gestellt wurde, nur Vertreter der direkt betroffenen Kommunen vertreten sein sollen, dies wurde jedoch im Verlauf der Planungsausschußsitzung dahingehend relativiert, dass unter "Beteiligung des Verbandes Region Rhein-Neckar" auch die Mitwirkung von Mitgliedern der Verbandsversammlung in diesem wichtigen Gremium zu verstehen ist. Dabei versteht sich von selbst, dass diese weiteren Mitglieder nicht ebenfalls aus den betroffenen Städten und deren direktem Umland (Verdichtungsraum), sondern aus Mitgliedern der Verbandsversammlung (Planungsausschuss) aus dem eher ländlich strukturierten Bereich der Metropolregion entsandt werden. Dabei geht die SPD-Fraktion davon aus, dass die mit dem US-Truppenabzug zusammenhängenden Fragen auf sachlicher Ebene abgearbeitet werden und nicht erneut das Thema "Städte versus Ländlicher Raum", die Diskussion bestimmt.
Über die Zusammensetzung und die Zahl der weiteren Mitglieder aus dem Verband in dem Koordinationskreis wurde noch keine Entscheidung getroffen. Um alle fünf Fraktionen der Verbandsversammlung entsprechend zu beteiligen, bietet sich an, dass CDU und SPD jeweils 2 Vertreter und FWV, Grüne und FDP jeweils einen Vertreter in dieses Gremium entsenden.